Zürich

Kafibank

Zusammen mit 10 weiteren Partnern eröffneten die Gastronomie-Profis Mischa Dieterich und Linus Geiges gerade die neue Café/Bar „BANK“ am Zürcher Helvetiaplatz, ein neuer Gastro-Betrieb, der schon jetzt als In-Treff der Stadt gilt.

Ihr habt gerade die „BANK“ am Helvetiaplatz eröffnet – eine Café/Bar, die schon jetzt als neuer Szene-Hotspot gilt. Was erwartet uns ganz genau bei euch?

Linus: Uns war von Anfang an klar, dass wir einen urbanen Ort der Begegnung schaffen wollen. Jeder soll sich hier wohl fühlen. Dass wir das auch noch an einem so bedeutenden Platz in Zürich machen können, macht uns stolz. Die Gäste erwartet eine sehr schöne Terrasse, speziell guten Kaffee, feines Essen aus regionalen Zutaten, eine tolle Bäckerei und ein Lächeln von jedem Mitarbeiter - einfach „gute Vibes“ an einem schönen Ort.

Was wird auf der Karte stehen?

Wir haben mit John Baker eine hervorragende Bäckerei, was in dieser Gegend schon lang überfällig ist. Dazu bieten wir fast ausschliesslich biologische, regionale und saisonale Produkte an. Auf Meeresfisch und Südfrüchte beispielsweise verzichten wir komplett. Der Wein kommt ausschliesslich aus Europa. Solche Sachen sind uns wichtig. Denn wir möchten nicht nur die Gäste glücklich machen, sondern auch der Umwelt Gutes tun.

Wie ist das ganze eigentlich entstanden? Wer von euch hatte die Idee?

Mischa: Koni Frey vom Restaurant Volkshaus wollte schon lange etwas auf dem Helvetiaplatz machen. Irgendwann kam er auf uns zu und wir waren uns schnell einig, das wir hier etwas Besonderes und Neues machen wollen. Für die Bäckerei holten wir John Baker ins Boot. Als weiteren starken Partner konnten wir das Freddy Burger Management und Lukas Meier von Aroma gewinnen. So haben wir die besten Leute und viel Know-how vereint, was sich auch bezahlt macht.

Ein weiterer Initiator und Kopf der „BANK“ ist das Zürcher Gastro-Schwergewicht Marc Blickenstorfer, der ebenfalls massgeblich an der Planung und Umsetzung des Projekts beteiligt war. Der 43-Jährige betriebt neben der BANK unter anderem „Frau Gerolds Garten“, den „Plaza Klub“, das „Rimini“ und dem Fine-Dining-Lokal „Maison Manesse“.

Ihr seid insgesamt 12 Köpfe, ganz schön viel. Gibt es bei so vielen Meinungen auch mal Troubles?

Linus: Es lief sicher nicht immer alles reibungslos. Aber grundsätzlich sind wir alle sehr professionell, die Leute haben viel Erfahrung, jeder weiss genau was er will und was funktioniert. Deshalb haben wir uns eigentlich immer gut gefunden.

Wie lange hat die Entstehung gedauert?

Mischa: Von der Idee bis zur Eröffnung ca. 1.5 Jahre!

Was war die grösste Herausforderung in dieser Zeit?

Linus: Die grösste Herausforderung an sich war ganz bestimmt der Bau. Dadurch, dass das Gebäude vorher eine Bank war hatte es eine extrem starke Substanz, die uns immer wieder herausgefordert hat. Dann natürlich die Umsetzung des Konzepts. Und die grösste Herausforderung wird natürlich die Reaktion der Leute. Wir sind sehr gespannt wie unsere Ideen bei den Gästen ankommen.

Was macht gute Gastronomie aus?

Linus: Es ist wie überall ein Zusammenwirken von verschiedenen Faktoren. Generell glaube ich aber es ist der Mix aus qualitativ guten Produkten und einem überdurchschnittlich guten Service. Auch in der Gastronomie sollte man sich auf die wichtigen Basics und Werte konzentrieren. Und man sollte auch hier niemals versuchen jemand zu sein der man nicht ist.

Was sind No-Gos?

Mischa: Ich finde Service, Gastfreundlichkeit und Flexibilität sind gerade in Zürich oft ein Manko. Im Ausland erlebe ich das häufig anders. Dort versucht man immer alle Hebel in Bewegung zu setzen um den Gast glücklich zu machen, auch wenn es aufwändiger ist und mehr Arbeit verursacht. Freundliche und engagierte Mitarbeiter sind doch einer der wichtigsten Faktoren für einen guten Restaurantbetrieb.

Habt ihr Vorbilder?

Mischa: Also in Zürich mag ich vor allem die „alteingesessenen“ wie die Kronenhalle oder das Odeon. Einfach Cafes oder Bars, die sich seit Jahren oder Jahrzehnten bewähren und für beste Qualität stehen. Neue Lokale finde ich häufig hübsch und auch cool, aber sie verlieren schnell an Substanz und damit an Glaubwürdigkeit.

International mag ich das Restaurant „Grill Royal“ in Berlin und das ACE Hotel in Palm Springs.