Zürich

Seven

Mit Xavier Naidoos Unterstützung könnte Seven dieses Jahr den deutschen Markt erobern. So ist Seven in der deutschen TV-Sendung „Sing meinen Song – Das Tauschkonzert“ zu sehen und vor allem zu hören. Wie es dazu kam und was er jedem Nachwuchskünstler raten würde, hat er uns hier verraten.

Du wurdest als erster Schweizer Musiker überhaupt von Xavier Naidoo für die VOX-Sendung „Sing meinen Song – Das Tauschkonzert“ angefragt. Wie kam es genau dazu?

Im KKL Luzern am BlueBalls Festival war ich bei den „Söhne Mannheims“ als Gast auf der Bühne. Xavier und ich haben uns in diesem Moment, auf der Bühne, zum ersten Mal getroffen. Anscheinend hat ihm gefallen, was er hörte. Nach dem Konzert besuchte er mich im Backstage und fragte mich direkt, ob ich bei „Sing Meinen Song“ dabei sein möchte. Mit einem Handschlag wurde die Sache besiegelt, 00.30 Uhr, Schweizerhof Luzern (schmunzelt).

Welcher der anderen Künstler ist für dich am schwierigsten zu interpretieren und warum?

Für mich ist jeder Song schwierig, weil man sich mit einer gewissen Ehrfurcht an diese Arbeit heranwagt. Die Arbeit an diesen Songs und auch meine damit verbundenen ersten Gehversuche in der Deutschen Sprache, haben sehr viel Spass gemacht. Jedoch muss ich anfügen, dass mich der Xavier Song am meisten an meine Grenzen gebracht hat. Denn je näher ein Song und der Künstler am eigenen Genre und Stil ist, desto schwieriger ist es diesen zu covern und nochmal etwas ganz Eigenes daraus zu machen. Darum war Xavier wohl meine grösste Herausforderung.

Welche Projekte stehen als nächstes an?

Ab dem 1. April sind wir auf Clubtour mit zwölf Daten quer durch die Schweiz. Dann spielen wir eine ausgiebige Festivalsaison in Deutschland und hängen dann im Herbst eine Clubtour durch Deutschland mit insgesamt 17 Daten an. Im Winter ’16/’17 geht’s mit den Fantas durch die Stadien Deutschlands und der Schweiz.

Privat ist Seven, der sich selbst als „Bünzli“ bezeichnet, seit über 7 Jahren mit Make-up Artistin und Stylistin Zahra glücklich verheiratet und Vater eines Sohnes. Über das Geheimnis ihrer glücklichen Ehe sind sich beide einig: Absolute Treue und nie länger als fünf Stunden ohne Kontakt zum anderen. Diese Verbundenheit gebe ihm alle nötige Kraft, sagte er einmal.

Du bist einer der erfolgreichsten Schweizer Künstler. Was würdest du persönlich als dein Erfolgsgeheimnis bezeichnen?

Ich denke es gibt kein Rezept; der Weg ist das Ziel. Meine Absicht ist es auf dem nächsten Konzert und beim nächsten Song alles zu geben und immer besser zu werden. Ich versuche immer wieder kurze Momente zu kreieren, in welchen ich zufrieden bin mit mir. Das wichtigste ist ein gutes Team und die richtigen Menschen zusammen für die gleiche Sache zu begeistern. Dann ist die Zeit vergoldet und Erfolg nur noch das Sahnehäubchen. Sobald der Erfolg zum Antrieb wird, ist man, so wie ich Musik mache, nicht mehr fähig gute und echte Musik zu machen.

Welchen Tipp würdest du einem jungen Gesangstalent mit deiner heutigen Erfahrung geben?

Meine heutige Erfahrung ist unwesentlich grösser als die, mit welcher ich angefangen habe – das ist bereits der Tipp. Mach Musik immer aus den Gründen, aus welchen Du sie schon immer gemacht hast, egal was rundherum läuft. Orientiere Dich an einem Konsumenten… am ultimativen Konsument 0. Dieser Konsument bist Du. Mach die Musik, die Du hören willst, die Du kaufen würdest, welche Du liebst, und welche Du live besuchen willst. Gebe Konzerte, die Dich mitreissen, und zu welchen Du wieder hingehen würdest. Mache Fotos und tu NUR Dinge, welche Du von Aussen betrachtet IMMER gut, cool, echt und nice findest. IMMER. Dann kann Dir nichts passieren. Aber Du musst auch damit Leben können, wenn nichts passiert.

Letztens hast du erzählt, du hättest einen Schuhtick. Wie viele Paar Schuhe besitzt du heute?

321!(!!)

Welche Schuhe sind sowohl bei Frauen als auch bei Männern ein No-Go?

Crocs und Buffalo.

 Barbara Kallenberg